Generation-Z-Talente binden

7 Tipps, um junge Arbeitnehmer zu begeistern

02.10.2023 von Julian  Jost
Junge Berufstätige - etwa der Generation Z - sind selbstbewusst und haben ein klares Bild vom Arbeitsleben. Was Unternehmen tun sollten, um diese Talente zu binden, lesen Sie hier.
Das Angenehme mit dem Nützlichen und verbinden - kurzum Work-Life-Balance - ist ein Lebensmotto der Generation Z.
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Weniger das Gehalt, mehr der Purpose: Die Generation Z hat klare Ansprüche an ihren Arbeitgeber und kommuniziert diese auch. Das beginnt bereits im Vorstellungsgespräch, wo Post-Millennials heute gern einmal die Frage zur Nachhaltigkeit vor der Gehaltsfrage stellen. Das geht weiter im Arbeitsalltag, in dem ständige Weiterentwicklung und ein Gehör für die eigenen Anliegen auf C-Level-Ebene für viele Angehörige dieser Generation essentiell sind.

Die eigenen Werte auch im Unternehmen vertreten zu wissen - darauf legen junge Arbeitnehmer heute mehr Wert denn je. Sie möchten sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren, stolz sein, dazuzugehören und sich auch innerhalb dessen Strukturen engagieren und nicht nur arbeiten, um Geld zu verdienen.

Das Karrieredenken ist vielen von ihnen hingegen eher weniger wichtig, vielmehr fordern sie eine Mischung aus Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und einer hohen Work-Life-Balance. Dass sich Arbeitgeber diesen geänderten Ansprüchen von Talenten auf dem Arbeitsmarkt stellen müssen, ist selbstredend. Es reicht nicht mehr aus, den wöchentlichen Obstkorb bereitzustellen und einen Tag im Monat Home-Office zu gestatten.

7 Tipps, um Gen-Z-Talente glücklich zu machen

Arbeitgeber tun gut daran, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was jüngere potenzielle Beschäftigte sich tatsächlich wünschen und dies innerhalb ihrer Firma auch umzusetzen, um Talente zu finden, zu binden und zu halten. Denn New Work darf keinesfalls ein plakatives Schlagwort bleiben, sondern sollte dringend von Unternehmen in ihren Alltag integriert werden. Diese 7 Tipps helfen Ihnen, junge Arbeitnehmer (von Ihrem Unternehmen) zu begeistern.

  1. Flexibilität: Sie ist die Basis für eine gute Work-Life-Balance. Bewegliche und an die eigenen Bedürfnisse angepasste Arbeitszeiten sind der Gen Z ebenso wichtig wie die Wahl des Arbeitsortes. Täglich ins Büro? Für zahlreiche junge Arbeitnehmer nicht mehr vorstellbar. Viele Menschen haben - spätestens seit der Pandemie - die Vorzüge des Home-Office entdeckt. Dass das Arbeiten nur von zu Hause aus aber auch Nachteile mit sich bringt, wie den Verzicht auf kreativen Austausch vis-a-vis oder das kurze "Über-den-Tisch-Rufen", ist die Kehrseite der Medaille. Auch kann die Trennung von Privatem und Beruflichen schneller verschwimmen und zu Stress führen. Eine Lösung bieten hier Konzepte wie das von Spacebase, einer Plattform für die Buchung flexibler Workspaces. Der Vorteil: Die Spaces liegen nah am Wohnort und sind individuell buchbar, sodass ein Unternehmen seinen Angestellten mit wenig Aufwand unterschiedliche Räumlichkeiten zum Arbeiten zur Verfügung stellen kann und dadurch jeder Mitarbeitende die Wahl hat, sein Arbeitsleben individuell und an die eigenen Bedürfnisse angepasst zu gestalten.

  2. Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Die Gen Z ist selbstbewusst. Ein Beruf, der das Privatleben massiv einschränkt, ist für sie unattraktiv. Da wird der Job lieber gekündigt und neu gesucht, was zum Leben passt. Dazu gehört die individuelle Gestaltung der Arbeitszeit ebenso wie ohne schlechtes Gewissen zu Hause bleiben im Krankheitsfall eines Kindes.

  3. Ehrlichkeit: Eine offene Kommunikation unter den Kollegen, aber auch hierarchieübergreifend, trägt zum Wohlbefinden im Arbeitsalltag junger Menschen bei. Dazu gehört regelmäßiges, ehrliches Feedback ebenso wie die Möglichkeit, ein persönliches Anliegen ohne Angst äußern zu können.

  4. Weiterbildungsmöglichkeiten: Stillstand ist der Tod und viele junge Talente möchten sich explizit weiterentwickeln. Sie sind digital unterwegs und stets auf der Suche nach Fortschritt und aktuellen Trends. Die Gen Z honoriert es also, wenn Arbeitgeber sich dafür einsetzen, Trainings möglich zu machen, das entsprechende Equipment bereitstellen und Fortbildungen auch finanziell zu unterstützen.

  5. Nachhaltiges Handeln: Die Ressourcen unserer Welt sind endlich, gerade die junge Generation bekommt dies deutlich zu spüren, Klimastreiks sind zur Normalität geworden und Corporate Social Responsibility (CSR) gehört zum guten Ton. Das beginnt bei der Mülltrennung im Büro, geht über den Fleischverzicht auf Events und endet bei der Klimaneutralität von ganzen Unternehmen. Wer sich diesem wichtigen Thema auf Unternehmensseite nicht stellt, hat (viele potentielle Bewerber) verloren.

  6. Soziales Engagement: Es reicht vielen jungen Arbeitnehmern nicht mehr, nur Geld zu verdienen. Sie wollen mehr. Sie möchten sich engagieren und erwarten das auch von ihrem Arbeitgeber. Sei es, sich für den Tierschutz einzusetzen, die Menschenrechte zu stärken oder den Umweltschutz voranzutreiben.

  7. Flache Hierarchien: "Die da oben" - das war einmal. Junge Arbeitnehmer wollen auf Augenhöhe behandelt werden und schätzen die direkte Kommunikation. Es heißt beim Gros der jungen Menschen heute lieber Bottom-up- als Top-down-Management.

Es sind viele kleine und größere Stellschrauben, an denen Arbeitgeber drehen können, um Verbesserungen herbeizuführen für die Arbeitsbedingungen junger Menschen. Die Wünsche der Gen Z zu kennen und umzusetzen, ist der Schlüssel, von dem beide Seiten profitieren. Denn dies führt nicht nur dazu, dass ein Unternehmen als Arbeitgeber attraktiver wird und so dem Fachkräftemangel entgegenwirkt, es führt ebenso dazu, dass diejenigen jungen Talente, die dort anheuern, zufriedener, gesünder, glücklicher und damit auch produktiver im Job sind. (pg/fm)