Wie Firmen in vier Schritten auf mobile Geräte umsteigen

Das Festnetz stirbt aus

01.04.2009 von Andrea König
Dem traditionellen Festnetz droht der Tod, orakelt Gartner. 2011 werden Mitarbeiter stattdessen nur noch ein einziges mobiles Gerät besitzen. Die Analysten erklären, was Unternehmen beachten müssen.

Sollten die Analysten von Gartner Recht behalten, dann sind die Festnetztelefone in amerikanischen Unternehmen vom Aussterben bedroht. Bis 2011 werden Firmen ihr Augenmerk viel stärker auf Handys als auf Festnetztelefone richten. Mobiltelefone werden an den Festnetzgeräten vorbeiziehen, sagen die Experten.

Mobile Kommunikation ersetzt bis 2011 das Handy, prognostiziert Gartner.
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Der Markt für mobile Kommunikation wächst und wächst. Unternehmen sollten deshalb das Management von Nutzung, Support und Kosten planen. Zwar koste in der Regel die mobile Hardware weniger als die verkabelte - Anrufe vom Handy aus könnten aber immer noch fünfmal teurer sein. Unternehmen müssen also darauf gefasst sein, dass sich die Anteile in ihrem Budget verschieben werden.

Gartners Schritt-für-Schritt-Programm für den Wechsel vom Festnetz zum mobilen Gerät sieht so aus:

1. Planen

Es wichtig zu planen, wie und wann mobile Technologien im Unternehmen unterstützt werden. Die Providerwahl sollten die Firma sorgfältig fällen. Was auch nicht zu unterschätzen ist: Mehrinvestitionen in mobile Geräte ziehen weitere Investitionen nach sich: Dazu zählen die Bereiche Applikations-Entwicklung und Sicherheit.

2. Anschaffen

Die kommenden Jahre sind der richtige Zeitpunkt, um Verträge für Festnetz- und Mobiltelefone neu zu verhandeln. Häufig bieten Anbieter Flat-Rates oder günstige Handy-auf-Handy-Konditionen an. Gartner beobachtet in den USA bereits jetzt den Trend zu sehr günstigen Angeboten für Pauschaltarife.

Den Help Desk aufstocken

3. Managen

Nutzung, Kosten, Standards und Sicherheit sind Parameter, die für den Umschwung vom Festnetz aufs Mobiltelefon definiert sein müssen. Die IT-Abteilung muss an die Geschäftsbereiche klar kommunizieren, wer was bekommt. Plattformen für mobile Geräte sollten Unternehmen zentralisieren: Das erleichtert die Arbeit mit dem Applikations-Management und dem Support. Ein weiteres Novum durch den Umschwung: Der Help Desk muss gegebenenfalls aufrüsten und Mobil-Spezialisten einstellen.

4. Abmontieren

Genau wie bei der Einführung braucht es auch bei der Abschaffung von Geräten eine Strategie mit klar definierten Prozessen. Wenn unbenutzte Geräte abgebaut werden, reduziert das die Hardware und die Kosten. Das heißt: Nutzer haben zukünftig nur ein Gerät mit einer Nummer und einer Voicemail. Nur so kann man effizient ohne das Festnetztelefon arbeiten. Gartner empfiehlt eine jährliche Gerätezählung zur Kontrolle.

Die Ratschläge stammen aus dem Gartner-Report "Enterprise Mobile Phones Will Replace Desktop Phones in North America".