Angst vor Datenklau
Mobile Prozesse unerwünscht
Je kritischer die Unternehmensdaten sind, desto größer wird die Scheu, diese auch mobil zugänglich zu machen. Nur 30 Prozent der Befragten, die Mobilprozesse umgesetzt haben, gewähren den Angestellten von unterwegs den Zugriff auf aktuelle Angebote. 17 Prozent erlauben den mobilen Abruf ausstehender Zahlungseingänge und zehn Prozent von aktuellen Lagerbeständen.
Acht Prozent setzen mobile Workflows für Freigabe- und Genehmigungsprozesse ein. Lediglich sieben Prozent gestatten Mitarbeitern und Führungskräften, vertrauliche Kennzahlen oder Daten zur Auslastung in der Produktion mobil abzurufen.
Ohne Mobility-Strategie geht nichts
Ein Grund für die Zurückhaltung bei mobilen Prozessen liegt darin, dass mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer keine Enterprise-Mobility-Strategie hat, um mobile Anwendungen und Prozesse einführen und langfristig weiterentwickeln zu können. Knapp ein Viertel verfolgt eine Mobilstrategie. Diese bleibt aber meist ein gut gehütetes Geheimnis der Geschäftsführung, denn: Nur zwölf Prozent der leitenden Angestellten gaben an, dass sie darüber informiert sind.
Trotzdem erstaunt die Zurückhaltung bei der Umsetzung mobiler Business-Szenarien, denn zwei Drittel der Befragten sind davon überzeugt, dass sie von einem stärkeren Einsatz mobiler Anwendungen profitieren. 85 Prozent erwarten den größten geschäftlichen Nutzen durch mehr Schnelligkeit und 65 Prozent eine höhere Flexibilität. Die Hälfte rechnet mit Einsparungen bei den Prozesskosten. Hinzu kommen objektive Faktoren wie die sehr gute Breitband-Infrastruktur und der Vorteil niedriger Tarife in Österreich.