Analysten bewerten neue SAP-Software zurückhaltend
Bei Business ByDesign überwiegt die Skepsis
Branchen wie die Fertigungs-Industrie inklusive ihrer Sub-Branchen hingegen brauchen stark vertikalisierte ERP-Lösungen, die ihre spezifischen Branchenanforderungen bereits weitgehend abdecken. Deshalb ist die Lösung nach Auffassung von PAC "nicht geeignet für Unternehmen, die eine tiefe vertikale Funktionalität benötigen."
Darüber hinaus müssen, da die Software servicebasiert ist, branchenspezifische Funktionen ebenfalls als Services bereitgestellt werden. Den Beratern der Experton Group zufolge ist bislang offen, ob die Services von der SAP oder den SAP-Partnern entwickelt werden.
Ein weiterer kritischer Punkt ist, dass die Entwicklung der Services Zeit braucht. Bis so viele Branchen-Spezifika verfügbar sind, dass Kunden "aus der Steckdose" bedient werden können, wird noch einige Zeit vergehen.
Laut Ray Wang vom Analysten-Haus Forrester Research fehlen zudem der einfache Zugriff auf Reporting-Funktionen, die Möglichkeiten eine Portalumgebung rasch aufzubauen sowie die Integration mit Office-Produkten von MicrosoftMicrosoft. Alles zu Microsoft auf CIO.de
Sorgenkind Vertrieb
Ein weiterer Knackpunkt ist der Vertrieb. Nach Ansicht der Experton Group sind alle bisherigen Initiativen der SAP im Mittelstandsmarkt unterhalb von Business-All-in-One gescheitert. Bei Business One fehlten ein branchenspezifisches Angebot, entsprechende Lösungen werden als Add-Ons von SAP-Partnern bereitgestellt, und eine schlagkräftige Partner-Basis.