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Cloud statt On Premises

Zurich-CIO migriert IT-Landschaft in die Cloud

Bernd Reder ist freier Journalist und Autor mit den Schwerpunkten Technologien, Netzwerke und IT in München.
Die Zurich Insurance Group hat ihre IT-Umgebung in die Public Cloud verlagert. Dabei musste die Zurich Gruppe Deutschland spezielle Vorgaben beachten.
Jens Becker, CIO der Zurich Gruppe Deutschland: "Was wir heute bauen, ist in drei Jahren bereits wieder alt. Die Transformation unserer IT wird kontinuierlich auf allen Ebenen weitergehen, etwa bei Applikationen, Datenbanken und der API-Integration."
Jens Becker, CIO der Zurich Gruppe Deutschland: "Was wir heute bauen, ist in drei Jahren bereits wieder alt. Die Transformation unserer IT wird kontinuierlich auf allen Ebenen weitergehen, etwa bei Applikationen, Datenbanken und der API-Integration."
Foto: Zurich Gruppe Deutschland

Die Cloud-Migration von Zurich Deutschland stand unter besonderen Vorzeichen. Technische "Schulden" sowie der Wunsch, das Innovationstempo zu erhöhen und die Forderung, künstliche Intelligenzkünstliche Intelligenz einzubetten, machen die vorhandene IT-Umgebung obsolet. Gleichzeitig trafen Vorgaben des Konzerns auf nationale Regulatorik und eine gewachsene Anwendungslandschaft. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Eingeleitet wurde die IT-ModernisierungIT-Modernisierung von der Konzernzentrale. Die Versicherung schloss mit Cloud-Hyperscalern Rahmenverträge und richtete gesicherte Landing Zones ein. Für den sicheren Betrieb sorgen Cloud Center of Excellence auf globaler Ebene und in den Ländern. Alles zu Projekte auf CIO.de

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Eine Besonderheit: Um einen Vendor Lock-in zu vermeiden, verlangt die deutsche Bankenaufsicht Bafin eine Exit-Strategie. Deshalb nutzt Zurich Deutschland eine Dual Cloud mit Microsoft Azure und AWS. Hinzu kommt mit Red Hat Openshift eine Abstraktionsschicht. Dadurch lassen sich Workloads zwischen den Providern verteilen oder zu einem Anbieter verlagern.

Individuelle Migrationswege

In der Anwendungsumgebung von Zurich finden sich Technologien aus den letzten 30 Jahren. Daher prüft das Unternehmen alle Applikationen und definiert für sie passende Zielumgebungen und Migrationspfade.

Zurich setzt auch bei Services für Kunden auf Digitalisierung. Ein Beispiel ist die App "Dein Anwalt". Über sie können Kunden der Rechtsschutzversicherung von Zurich Kontakt zu unabhängigen Rechtsanwälten aufnehmen und mit diesen chatten.
Zurich setzt auch bei Services für Kunden auf Digitalisierung. Ein Beispiel ist die App "Dein Anwalt". Über sie können Kunden der Rechtsschutzversicherung von Zurich Kontakt zu unabhängigen Rechtsanwälten aufnehmen und mit diesen chatten.
Foto: Zurich Gruppe Deutschland

Strategische Applikationen kauft Zurich als Software as a Service aus der Cloud ein. Eigenentwicklungen ziehen nach Anpassung in die Cloud um, Legacy-Applikationen werden deaktiviert. Ist das kurzfristig nicht möglich, werden die Investitionen in den Betrieb und die Weiterentwicklung der Applikation minimiert.

Alter Mist in der Cloud bleibt alter Mist

"Es gab auch Applikationen, die wir mittels Lift-and-Shift-Ansatz eins zu eins in die Cloud migriert haben, wenn die Restlaufzeit eine Investition nicht mehr rechtfertigte", sagt Jens Becker, Chief Information Officer der Zurich Gruppe DeutschlandZurich Gruppe Deutschland. Top-500-Firmenprofil für Zurich Gruppe Deutschland

Die IT-Ressourcen, die Zurich in die Cloud-Umgebungen von AWS und Microsoft verlagert hat: Je nach Art der Workloads und den Anforderungen der Versicherung kommen unterschiedliche Optionen in Betracht, etwa gemanagte und serverless Datenbanken oder Storage-Systeme.
Die IT-Ressourcen, die Zurich in die Cloud-Umgebungen von AWS und Microsoft verlagert hat: Je nach Art der Workloads und den Anforderungen der Versicherung kommen unterschiedliche Optionen in Betracht, etwa gemanagte und serverless Datenbanken oder Storage-Systeme.
Foto: Zurich Gruppe Deutschland

Grundsätzlich ist die Cloud-Migration die Basis für die kontinuierliche Modernisierung, die CI/CD-Automatisierung und eine dynamische Skalierung. Der Austausch lokaler Infrastrukturen durch Cloud-Technologie ist dabei nur der Anfang: "Denn alter Mist in der Cloud bleibt alter Mist", so Becker.

Transformation geht weiter

Die letzten On-Premises-Systeme will Zurich Deutschland 2026 abschalten. Das Projekt ist damit jedoch nicht abgeschlossen: "Was wir heute bauen, ist in drei Jahren bereits wieder alt. Die Transformation unserer IT wird kontinuierlich auf allen Ebenen weitergehen, etwa bei Applikationen, Datenbanken und der API-Integration", sagt Jens Becker. "Nun erfolgt das auf einer leistungsfähigen, skalierbaren, kostengünstigen und robusten Cloud-Plattform, die auch KI-Services bereitstellt."

Zurich Gruppe | Cloud-Migration
Branche: VersicherungenVersicherungen
Use Case: Modernisierung der IT-Umgebung durch Public CloudPublic Cloud
Lösung: Cloud-Services von AWS und Microsoft Azure
Partner: AWS, Microsoft Alles zu Cloud Computing auf CIO.de Top-Firmen der Branche Versicherungen

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